#1 Basis-Dal: Die Grundlage für (fast) alles

Wie hier schon erwähnt, ist ein Dal eine überaus flexible Sache, die zum Experimentieren und Variieren geradezu einlädt. Aber weil jede Variation auch eine Grundlage braucht, bekommst Du diese hier und heute. Mit einem großen Trommelwirbel präsentieren wir: unseren ersten Dal!

Unser „Basis-Dal“ kommt farbenfroh mit roten Linsen und Dosentomaten daher, die Zutaten sind also in jedem Supermarkt zu finden und noch dazu preiswert. 
Dieses Dal ist eine schlichte, aber dennoch geschmacksintensive Gaumenfreude, die auch Küchenanfänger locker hinbekommen und die ohne großes Tamtam auch am Abend nach einem stressigen Tag noch geschwind gezaubert werden kann.
Selbst bei den Gewürzen musst Du noch nicht allzu tief in die Trickkiste der indischen Küche greifen, ein paar Basics werden aber natürlich schon benötigt (mehr zu den Gewürz-Basics für die indische Küche findest du hier).

Den Basis-Dal gibt es heute ganz klassisch mit Basmati-Reis und wir verraten dir auch gleich, wie der Reis dank eines weit gereisten Rezepts wirklich IMMER perfekt gelingt (und du dabei sogar noch Strom sparst 🙂 ). Tatsächlich hat David diese Zubereitungsart in Nicaragua von Adam (einem Londoner) bekommen, der es wiederum von seiner aus Indien stammenden Partnerin erhalten hat.

Also, auf geht’s: 

Für 4 Portionen Basis-Dal mit Reis benötigst Du: 

  • 200g Basmati-Reis
  • Wasser
  • 200g rote Linsen
  • 1 große Zwiebel
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 1 ½ frische grüne Chilis (alternativ getrocknete Chilis)
  • 20g Ingwer
  • 1/4 Bund Koriander
  • 2 EL Kokosöl
  • 2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1/2 TL Rohrohrzucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Dose gehackte Tomaten (im Sommer wahlweise frische, saftige Tomaten)
  • ca. 500ml Wasser

Der „sichere Platz“ ist hierbei ein Erfahrungswert, denn weil vor allem Lisa gerne mal durch Tollpatschigkeit glänzt, wurde der Reis bei uns schon mehr als einmal aus Versehen mit der Decke „ausgeschüttelt“…

Zuerst kümmern wir uns um den Reis: Dazu ganz einfach den (in einem Sieb gründlich gewaschenen) Reis in den Topf schütten und dann so viel Wasser darauf geben, dass das Wasser etwa 1,5 cm über dem Reis steht. Den Reis offen aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen und einen Deckel aufsetzen. Der Reis wird nun an einem sicheren (!) Platz in eine Decke eingewickelt, wo er in aller Ruhe fertig quellen kann.

Wenn der Reis sein gemütliches Plätzchen gefunden hat, ist der Dal an der Reihe: Hierzu die Zwiebel und die frische Chili fein hacken.
Den Ingwer schälen und fein reiben, den Koriander grob hacken, dann alles beiseitestellen.

Wir kaufen die frische grüne Chili immer in größeren Mengen im indischen Supermarkt und frieren sie ein. So ist einerseits immer Chili im Haus, andererseits lässt sie sich gefroren sehr gut schneiden.
Mit der im Rezept angegeben Menge an Chili wird der Dal recht scharf, wir mögen das gerne, wenn Du mit Schärfe aber eher vorsichtiger bist, solltest Du zunächst mit einer halben bis einer Schote beginnen und Dich langsam an die für Dich perfekte Schärfe herantasten.

Anschließend das Kokosöl in eine Pfanne oder einen Wok geben und erhitzen. Wenn das Öl richtig heiß ist, die Kreuzkümmelsamen hineingeben und kurz anrösten. ACHTUNG: Die Samen verbrennen sehr schnell, du solltest alle weiteren Zutaten schon griffbereit haben, damit dir das nicht passiert. 

Nach etwa 10 Sekunden die Hitze reduzieren und die Chili und den Ingwer hinzugeben. Nachdem die Gewürze etwa 30 Sekunden bei mittlerer Hitze schmoren durften, wandern auch die Zwiebelwürfel in die Pfanne. Das Ganze dann weitere 2–3 Minuten schmoren lassen. 

Nun die Linsen, das Salz und den Rohrohrzucker dazugeben und sofort mit den Tomaten ablöschen. Dann bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel (!!) köcheln lassen, bis die Linsen weich werden. Dabei ab und zu umrühren und nach und nach das Wasser zugeben, so dass die Linsen immer von etwas Flüssigkeit bedeckt sind.

Kurz vor Ende der Garzeit, wenn die Linsen zu zerfallen beginnen, das Koriandergrün dazugeben, dabei ein paar Blätter zum Garnieren übriglassen.

Zu guter Letzt kann der Reis, der nun die perfekte Konsistenz haben sollte, aus seinem warmen Nest geholt und zusammen mit dem Dal in Schüsseln angerichtet werden.
Und weil das Auge ja bekanntlich mit isst, wird jede Schüssel noch mit etwas frischem Koriander garniert.

Wer partout keinen Koriander mag, der kann diesen Schritt natürlich überspringen, auch wenn der Koriander dem Dal eine besondere Note gibt, die zu verpassen ein bisschen schade wäre.

Bon Appetit! 

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